Beschreibung der Vorgehensweise von Spam-Mailern: 

Derzeit häufen sich die Fälle, bei denen an uns nicht zustellbare Mails in hoher Zahl zurückgehen, die von uns aber nie versendet worden sind. Die Zieladresse der Rückmails ist dabei eine nicht existierende Adresse, z.B. mike@testdomain.de.

Diese Form des Mail Spammings ist eine der verwerflichsten und unangenehmsten Fälle. Ziel dieses Vorgehens ist es, die wahre Herkunft der Spam Mails zu verschleiern und Beschwerden zu erschweren. Dabei werden die Werbemails nicht über den Mailserver der Absender Domain versendet, sondern der Spammer verwendet einen offenen Mailserver, und gibt dabei eine nicht existierende Absenderadresse unterhalb der Domain Suchmeldung.de an.

Leider können wir den Versand dieser Mails nicht verhindern, weil es beim SMTP Protokoll keine Kontrollmöglichkeit gibt, ob ein korrekter Email-Absender angegeben wurde. Die o.g. Mails werden nicht über uns, sondern über Mailserver anderer ISPs versendet, auf die wir keinen Einfluss haben.

Bitte melden Sie solche Vorgänge den jeweiligen Postmastern der betroffenen Mail Server. Sie können über die Mail Header die verwendeten Server identifizieren. Der Header einer E-Mail bildet bildlich betrachtet den Briefkopf, dem man bspw. Absender, Empfänger, Datum und Betreff entnehmen kann.

Hier eine ausführliche Erklärung wie ein Header auszuwerten ist: http://sites.inka.de/ancalagon/faq/headerfaq.php3

Erste Klagen sind eingereicht:

Microsoft verklagt Spam-Mailer

(tecCHANNEL.de, 18.06.2003) Microsoft hat insgesamt 15 Versender unerwünschter Werbe-E-Mails verklagt, 13 davon in den USA und zwei in Großbritannien. Die Beklagten sollen Nutzer von MSN und Hotmail mit mehr als zwei Milliarden Spam-Mails zugemüllt haben.

Unter anderem geht es dabei um eine falsche Virenwarnung, die Nutzer aufforderte, ein Update herunterzuladen. Diese Datei zeichnete aber das Surfverhalten der Nutzer auf. In anderen Fällen seien Mails mit Angeboten für Pornografie und für die Vergrößerung von Körperteilen bei Microsoft-Kunden eingegangen.

Für Microsoft stellt die Klage einen wichtigen Teil seines Anti-Spam-Programms dar. "Wir steigern unsere weltweiten Bemühungen gegen Spam erheblich", kündigte Microsoft-Anwalt Brad Smith an. "Dieser Aufgabe widmen wir zunehmend mehr Ressourcen." Zugleich forderte er eine internationale Koordination beim Kampf gegen die Spam-Mails.

Der Anteil der Spam-Mails nimmt stetig zu. Laut Brightmail, Anbieter von Anti-Spam-Software, waren Ende Mai dieses Jahres bereits 48 Prozent aller weltweiten E-Mails unerwünschte Werbung im Vergleich zu 22 Prozent ein Jahr zuvor. Ferris Research hatte im Januar errechnet, dass US-Firmen durch Spam jährlich Kosten von 8,9 Milliarden Dollar entstehen.

Derzeit verbietet kein US-Gesetz ausdrücklich das Versenden von Spam-Mails. Einige Staaten gehen jedoch mittlerweile gegen bestimmte Formen der Mail-Plage vor. So droht Virginia Spam-Versendern mit einer Haftstrafe bis zu fünf Jahren, im Bundesstaat Washington müssen unter Androhung hoher Geldstrafen künftig Werbe-Mails als solche gekennzeichnet werden. Microsofts Klagen basieren auf einem Gesetz von 1998, wonach das Senden kommerzieller E-Mails dann illegal ist, wenn etwa ihre Betreffzeilen falsche oder irreführende Angaben enthalten oder der Domain-Name einer anderen Person ohne Erlaubnis missbraucht wird. (Jürgen Mauerer/mec)

Beschreibung des Vorganges Absenderadressen zu fälschen:

Wie bei einem normalen Brief, auf den ich einen beliebigen Absender schreiben kann, ist dies auch bei E-Mails möglich. 

Da das SMTP-Protokoll keine genügende Möglichkeit bietet dies zu unterbinden müsste im Grunde vor jedem Postkasten ein Postbote stehen der sich den Ausweis desjenigen zeigen lässt der den Brief einwerfen will. 

Diese Technik wird bei vielen Mailservern in Deutschland bereits genutzt. Es wird nicht nur beim abholen aus dem POP3 Postfach ein Passwort abgefragt sondern auch beim SMTP-Protokoll, also beim versenden von Mails. 

Die bisherige Technik begnügt sich meist nur damit Mails zu befördern wenn der Domainname des Absenders dem Mailserver bekannt ist. Dies würde zumindest für eine Identifizierung des wirklichen Absenders behilflich sein und nur erlauben Mails über den Server des jeweiligen Providers abzuschicken.

Leider gibt es aber SMTP-Server im Ausland die keine Angabe in der Mail überprüfen und so alle Mails versenden. Dies sind oft falsch konfigurierte Server aber auch Server die extra für die Spam Versendung bereitgestellt werden. 

An dieser Stelle müsste der Gesetzgeber ansetzen und es keinem SMTP-Server Betreiber mehr gestatten ohne Passwortabfrage Mails zu versenden. Aber dann könnte man einen selber konfigurierten Mailserver ins Netz stellen der zwar nicht bei irgendwelchen DNS Servern gelistet ist sondern nur mit IP-Adresse arbeitet. Dies ist auch kein Problem. Hier sieht man die Problematik.

 Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis diese Seuche endgültig verschwindet.

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